Vita - Robert Baron von Berlershaut


 




Berlershaut in seiner Galerie Zulimon ART Box.

Foto: Bernd Sauer-Diete /bsdphoto



Vita


Robert Baron von Berlershaut

Der Künstler Berlershaut beschloß zur schönsten Jahreszeit, nämlich im Mai und dann noch im Jahr 1949 einen Erstbesuch auf dem Planeten Erde zu wagen.

Dieses Maiengefühl beginnt eigentlich schon im April und dieser April ist es dann auch, der alle Maientage, nunmehr fast 60 an der Zahl vereinigt, und diese Bündigkeit in der Rundung einer Erlebensphase, diese Verweildauer von 60 Jahren ist es nun, den Berlershaut in einer Transparenz-Verpackung plastisch darzustellen.

Aus der Erinnerung teilt Berlershaut mit, dass er bereits mit fünf Jahren, also schon im Jahr 1954 eine erste Kohlezeichnung -- Performanz fertigte.

Dieses hat sich so zugetragen, "Das kleine Fachwerkhaus in der gräflichen Kleinstadt Bückeburg in Schaumburg-Lippe" , diente bis 1959 als Familiensitz, beheizt wurde das kleine Anwesen mit Holz / Kohle über einen sog. Kanonofen. Der Vater, seines Zeichens Absolvent der Musikakademie, also Musiker, war in seinem Tun recht kreativ und gewährte dem Erstgeborenen (es folgten noch drei weitere Zeitgenossen, welche dann meine zwei Brüder, eine Schwester seien sollten), jegliche Freiheit in seinem noch recht jünglichen Alter von fünf Jahren.
Ein Blecheimer diente als Kohletransporter, es wurden Eierkohlen zum Beheizen verwendet, dieser Eimer, halb gefüllt mit diesen schwarzen Kohlen reizten Berlershaut zu seinem ersten Kunstwerk. Eiligst wurde mit einer Tasse Wasser herbei geholt und dieses in den Kohleeimer gegossen. Danach wurde mit beiden Händen kräftig in dem Eimer alles vermengt, so dass eine schwarze Brühe, oder besser gesagt eine tiefschwarze Masse die kleinen Hände bedeckten.

Mit diesen schwarzen Kohlenhänden begann Berlershaut nun die hellen Wohnzimmerwände zu bemahlen, immer wieder tauchten die Hände in das Kohlewasser und die Wände wurden immer schwärzer, wie er aus der Erinnerung meint, ist auch das Klavier und das Radio nicht verschont worden, der Farbe schwarz zu begegnen.

Das Gemälde erregte bei dem Publikum "also den Eltern" große Aufmerksamkeit, denn so ein Kreativ-Schub dieses Ausmaßes ist der erste Durchbruch eines willenstarken Künstlers gewesen, der mit der inneren Überzeugung einfach das tat, was er wollte, er war das Medium welches er bis heute geblieben ist. Der Botschafter von Kunst im Kunstprozess Leben.

Die Einwendungen zu diesem Erstlingswerk waren aus der Erinnerung nicht sonderlich groß. Berlereshaut meinte, dass der Vater Tränen lachte, und den Jungkünstler zum weitermachen anstachelte, während die Mutter, welche ja letztlich die ganze Schweinerei saubermachen musste, eher eine gewisse Abneigung zu dieser Schwarz/weiß Überzeichnung durchblicken lies.

Eine weitere künstlerische Aktion des jungen fünfjärigen Berlereshaut folgte recht bald, es handelte sich dabei um das heimische Klavier, eine Rarität in der damaligen Zeit, dieses wurde künstlerisch modifiziert. Bis heute weis der Künstler Berlereshaut nicht genau, welche Techniken er damals angewendet haben muß, um letztlich dieses Meisterwerk einer Klavier- Performanz zu installieren.

Kurz gesagt, der Künstler hatte neben dem Klavier zwei Haufen Holz aufgestapelt, der eine Haufen bestand aus weißen Klaviertasten, der andere aus schwarzen. Das Klavier war nun ohne Tasten, eine prekäre Situation für den Vater, der nebenbei Musikunterricht auf eben diesem Klavier erteilt hatte.

Die Folge dieser Aktion war, es war gerade ein sehr kalter Winter und die Wohnung mußte ja geheizt werden, so setzte der Vater die Performanz fort, und zerhackte mit einem Beil das Klavier an Ort und Stelle. Der Jungkünstler half sodann dem Vater beim Aufschichten der Hölzer, denn das Brennmaterial musste eine Zeitlang hinreichen.

Auch war ein Konsens im Handeln von Kunstaktion im eigenen Haus zu spüren, und diese Kreativität, sollte sich in dem weiteren Lebensverlauf fortsetzen.

Berlershaut ist Kunst, bleibt auch nach fast 60 Jahren mehr denn je ein unruhiger Geist im eigenen Saft des Kunstprozesses.

Neu in seinen Schaffenszyklen ist seit 2009 das Einbeziehen von Textmaterial aus den Jahren 1998 bis 2009, welches für die Inhalte z.B. von Bildern von heute, ihre Beschreibung sind.

Diese Neuheit ist deswegen gekommen, da in Berlesrhauts Leben ein Sonnenstrahl erschien, und genau in dem 60 Jahr es völlig ein anderes Licht gebracht hat. Sie hat in ihm das erste mal die Liebe erweckt, so dass eine völlig andere Prosa sich begann unter seinem Feder zu blühen.

Nur mit 60 Jhre erlebte er die Liebe, und laugte sich hineien in die Universum der Liebenden.

So hat er seinen ganz neuen Zustand beschrieben.

Universum der Liebenden

Die Bilder der Liebenden sind Bilder mit der Intensität der Farbe, der Klarheit der Melodie, welche stehen für Stimmungen, für Erwartungen, für Freude, für Leid.

Es wechselt sich alles ab, dieses Farbspiel ist immer in Veränderung.

Die Harmonie der schönen roten Rose, der blauen Kornblumen, mit ihnen befreundeten Mohnblumen und den weißen Margaritten kristalisiert sich in diesen Bildern in eine Symphonie des himmlischen Glücks

Liebe, ist sie die höchste Form im Leben, ist sie dieses große Ereignis, woran keiner mehr glaubt? Liebe dringt wie nicht halbaren Hochwasser nach außen, schafft sich wie ein Orkan Platz in der Außenwelt. Liebe dehnt sich aus, kann nicht gefangen bleiben, will sich mitteilen, will sich zeigen!

 

Das Feld der Liebe ist bestellt, die Ernte ist im Gang gesetzt, die Früchte sollen die Liebenden ernähren.

Ihre Welt soll bunt und friedlich sein, soll voller Wärme und Dankbarkeit sein, Liebe ist kein Spiel, kein Spielball zwischen zwei Fronten, Liebe ist die Zweisamkeit, Liebe ist total, ist nicht teilbar. Alles andere, materielle, ideelle, soll teilbar sein!

Die Liebenden gehen Hand in Hand, in allerbester Freudigkeit, einen wunderbaren Weg entlang, und die blühenden Wiesen und Bäume bringen den schönsten Frühling in ihre Herzen. Sie sind zu gleicher Teilen, in dieser ewiger Herzlichkeit, und Liebessehnsucht eingebunden und in diesen befreiten Sinne, ist nun Platz für ihre wahnsinnige Lust, des gegenseitigen Liebseins. Die Helligkeit der Sonne öffnet ihre Poren, und die Düfte aller Pflanzen breiten sich aus, und sie strahlen vor Glück, sehen sich an, und begreifen immer nicht, was es bedeutet, dass sie sich gefunden haben.

Hier sind sie, ganz einfach und plötzlich, ohne große Ankündigung, ohne die Zeit weiter an sie vorbei fließen zu lassen, mitten in diesen Einsamkeiten hinein, tritt diese Liebessonne nun mit großer Macht und Kraft in ihr Sein. Der Verstand bleibt stehen, kann sich nicht rühren, alle Organe beobachten sich. Es ist wahr, hier ist sie, die Liebe, angekommen.

Nun gehen die Liebenden mit dieser Kraft der Freude, den Weg, der Leben bedeutet, gemeinsam, genießen auch die kleinsten Selbstverständlichkeiten, und danken dem, der ihnen so reich beschenkt hat. Dieses Geschenk ist es wert, das Leben zu leben, wie es nur Verliebte leben können. „Schön ist es auf der Welt zu sein“, ein Lied mit Roy Black, eine Melodie, die sie begleiten soll, schön ist es mit dem geliebten Mensch auf der Welt zu sein, schön ist es, ihn lieben zu dürfen, schön ist es, für ihn da zu sein, für ihn zu sorgen, Sorgen zu nehmen, Liebe zu geben, die sie in dem ganzen Universum ein lebenslang gesucht haben!

Sie halten sich fest, die Liebenden, geben einander voller Zärtlichkeit Kraft, das Gefühl, ganz nahe bei einander zu sein. Diese Nähe ist es, die sie vermisst haben, in all den Jahren, den Jahre, die verloren sind, weil sie sich einander noch nicht erschienen sind, in der Zeit, die nun vorbei ist.

Die Freude ist so groß, das Leben ist anders, alle Gedanken sind die Verbindung zu einander.

Es gibt keine Grenzen, die ihnen hinderlich sind. Ein Wollen macht sich stark in ihnen, es ist die Selbstverständlichkeit von Freude, die sich einstellt, wenn sie an einander denken, hören, sehen,  wenn sie einander begehren, wenn sie ganz tief in einander die Unzertrennlichkeit spüren dürfen.

Es ist die Vermählung von Wesen, es ist erlebbare Synthex von Extraktgemisch, und in den Düften lebt die Lust, sich hinein in ein riesiges Feld von Farbenfroheit. Und nun lassen die Liebenden sich in einander fallen, in den sichersten Orten der Welten, in das Glück der Gemeinsamkeit, in das Universum der Liebenden, in dem die Unendlichkeit, Unsterblichkeit und Grenzlosigkeit herschen!

Es herrscht in den wilden Harmonien seines Tuns, eine erstaunliche Dualität und diese bringt das Abgerücktsein von den geraden Pfaden erst so richtig in Gang.

Praktisch ist es völlig egal in welcher Chronologie die Kunstschaffensphasen zurechtgerückt werden. Am Ende steht zumindest in 2009 die Ablebenszahl 60, im Raum der Räume.

Manchmal äugen ganz vertraute Augenpaare in die Blauheit eines Kunstfrühlings -- gemeint ist, diese Innerlichkeit, welche die Bezüge zu den Dingen umschließt. Dieses Stück Menschenwesen, dieser Begriff von *Zulimonischer** Beschaffenheit wälzt sich in seinen Geisterbahnen, denn so unfertig wie er nun einmal ist, bleibt ihm noch ein Stück Hoffnung, welches nie zu sterben scheint.

Die Ausstellung treibt die Betrachter in die Enge, legt ihnen eine alte - antike Sehschleife um den Wendehals.

Berlershaut legt ständig andere, neue, oder einfach entwichene Schauszenen in die Öffnungen der sonst von der Angst vom Morgen geplagten Kulturen, seiner Anhänger. Denn es lohnt sich, das Zerfleischen von Möglichkeiten so zu gestalten, dass in der Kunst die Säulen der Freude, die große Bedeutung von Leben verinnerlichen.

So geht Berlershaut mit dem Geschenk seines Lebens, also mit diesem, seinem Leben um, er bereitet sich in den Abstandszonen, in den Ruhezonen des Seins, ständig auf das Ereignis vor, und diese Nähe, zu dem was noch kommen mag, ist die angenehme Seite von Alledem was ein Tag so bringen könnte.

Die Überlegungen die Berlershaut an einem Samstag Mittag in dem exotischen Holzhaus, umgeben von kräftig gewachsenen Bäumen anstellt, sind tiefgreifend. Im Innern des Holzhauses, welches gleichzeitig als das philosophische -- Buddhistische Denkzentrum für Berlershau darstellt, (eine große Buddhastaturensammlung dominiert das Haus) werden laufend nicht nur völlig aus der Art geratene Erstlingswerke der Kunst / Philosophie geboren, sondern es werden auch diese ausgekeimten Gewächse von Alltagsunkraut exhumiert.

Da die Bezeichnung "Unkraut" , selbstredend, für separate Unruhe sorgt, denn dieses Kraut / Unkraut -- ist im Wesentlichen nicht unwert, sondern die Distel, die Brennessel, der Löwenzahn fallen bei Fetischisten unter den Gartenfanatikern zu der Kategorie von "Unkraut".

Die Unkunst, die Versagung auf dem Recht der Existenz, die Minderwertigkeit, die entartete Kunst, das Politikum, die narzißtische Banalität im Fundus von ebend diesen ausgekeimten Gewächsen, liegen im Kurzzeitbetrachtungsfeld des aktiven Künstlers offen da.

So entsteht über die Meinungsbildung, über die Sequenz von Traumwahrnehmung auch über dem planetaren Intellekt hinaus, erste feine Formationen von unfertigen Turbulenzen, im Geist der Freiheiten.

Und nun philosophiert es sich Samstagsnachmittaggelassen langsam hinein in das Schwingunspotenzial von lauschiger Musik, von beschwingten Rhythmen, welche die Flügel zum Schwingen bringen und die Bilokation breitet sich global und darüber hinaus ganz zart aus.

Die Eindrücke sind gleichzeitig der Balsam, der die wunden Stellen an Körper und Geist in den Heilungsprozeß überführt und aus der Stärke von Gesundheit, vom Plasma der vielen Sonnen gesteuert tauchen dann all diese Bilder von Melodien, Texten, Farben und Liedern auf, und der Mix dieser alten Kulturen, bestimmt die neue Kunst, die Stimmung, das weitermachen, den Tag, und auch die Hoffnung die ja nicht fehlen darf.

Robert Baron von Berlershaut studierte bei dem Meistermaler Georg Baron von Berlershaut, dem Onkel, dessen Bruder der Vater, der Musiker, also der Vater von Robert ist.

Und das weitere Leben trieb den jungen Berlereshaut nach Abschluß der Schulausbildung in die Geschäftswelt des Erfinders Kurt- Herbert -- Baron von Berlershaut, dem musikalischen Erfinder also dem Vater. Robert musste eine kaufmännische Ausbildung absolvieren, um den elterlichen Betrieb, die Patentverwertungsgesellschaft später weiterzuführen. Um den Gehorsam auch ordentlich zu erlernen schickte der Vater den Robert eineinhalb Jahre zum Wehrdienst. Robert wählte dort den Bereich der Sanitätsausbildung, (erwarb die Qualifikation eines Krankenpflegers, war die rechte Hand des Stabsarztes im San.-Bereich, und erwarb auf Staatskosten den Führerschein Klasse drei. Dieses war 1970. Der damalige Verteidigungsminister Helmut Schmidt, verfügte den legendären Haarerlaß, dieses bedeutet für die männlichen Personen in der Bundeswehr keine langen Haare zu tragen. Die Bezeichnung lang war auch nicht zu relativieren, denn sobald die Haare über die Ohren standen, waren diese "lang" und mußten sofort gekürzt werden. Die endsechziger Jahre waren wegen der Beatles-Revolution für viele Jugendliche so auch für ihn, der Beginn des Ungehorsam, die Verweigerung von konservativen Spielregen, von gewachsenen Lebensstrukturen zumindest aus der noch gar nicht so weit weghistorisierten III. Reichszeit, hat diese auch in ihm einen autonomen Block von Individualität geschaffen.

Oft mußte Robert zur Strafe dafür, dass er sich die Haare nicht ordentlich schneiden ließ, Wochenenddienst im BW-Krankenhaus schieben. Ein Haarnetz, wie es die Omas um ihren Dutt zu befestigen trugen, mußten alle Langhaartracht tragenden tragen. Also unter dem Käppi oder dem Stahlhelm sah man dieses Verschandelung nicht so direkt.

Für "seine" langen Haare kämpfte Robert, denn der Prozentsatz der ungehorsamen Langhaarträgern lag bei etwa zwei bis vier Prozent.

Berlereshaut malte Skizzen, Studien, schrieb Briefe, kleine Gedichte, Kurzgeschichten, hatte eigentlich ständig die Farbe, das Objekt, die Architektur, die Mode, die Formgebung in der Autolandschaft, um ihn herum im Blickfeld seines Tun?s.

Das Festhalten von Sequenzen aus allen Kunstprozessen, versuchte Berlereshaut stetig, mit seinen bis heute wachsamen photographischen Augenpaaren auszustellen.

Berlershaut eröffnete seine legendäre Firma welche sich mit internationalen Wirtschaftsdiensten beschäftigte. Berlershaut designte seine Büroeinrichtung, fertigte Objekte, Bilder bis zu den Formaten 150 / 200.

Der Erfolg des Berlershaut in seinem Fachbereich zog seine Kreise, Presse und andere Medien setzten Berlershaut in das rechte Licht eines Erfolgsmenschen. Es sollten dann fast 22 Jahre vergehen, bis es beschloß sich aus diesem Kommerzbetrieb herauszulösen.

Jedoch sei bemerkt, dass immer dann, wenn Berlershaut besonderes in Zeitnot war, also sein Betrieb ihn voll vereinnahmte, er die kurze Zeit der Besinnung nutzte, Bilder auch in Großformaten zu schaffen.

Die Kunst dominierte dann in der Zeit von 1995 -- 2009, also 14 Jahre durchgehend Reisen um die Welt, längere Aufenthalte in China, Europa und in jüngster Zeit in Vietnam.

An allen Orten setzte Berlershaut seine Markierung in Form von Objekten, mit den Materialien seiner Umgebung und hinterließ in all den Ländern seine Kunstspur.

Das Schreiben, die Literatur, das Malen im Besonderen und die Philosophie, verbindet er als Lebensmotto bis heute.

Berlershaut eine Legende, eine Möglichkeit der Kunst zu begegnen.

Berlershaut entwickelt sich besonderes gern in die Maienzeit hinein. Das Aufblühen im vegetativen Außenbereich des hiesigen Breitengrades beflügelt den Kunstmacher hinaus in die Außenwelten. Die Äste der nun in voller Pracht begrünten stämmigen Birken, schwenken ihre Blätter mit ihrem satten Grün ständig bei geringstem Windzug.

Berlershaut will dabei sein, mitten in dem Gewühl von Zirkulation, von Leben im Leben. Es reicht nicht aus, an den Problemkreisen nur so vorbeidenken zu wollen, es folgt in dem Prozeß der Kunstentwicklung oft ein Totalverlust der unedlen Materialien. Berlershaut entwickelte ein von ihm völlig losgelöstes externes Seiensprogramm. Berlershaut verlagert im Bewußtsein seiner Autonomie die schwarzen Denkbarrieren und läßt das Totsein von Alledem möglichst tief in den frisch angelegten Frühbeeten seines Gartens liegen.

Berlershaut wurde hineingestellt in ein für ihn umfängliches neues Umfelddasein. Berlershaut scheint keine Verwurzelung mit dem Unterboden zu spüren, denn sein Wohlbefinden ist der Frieden in seinem Tempel, ist der Inhalt seines Denkens, ist die hoffnungsvolle Zusammenarbeit mit sich selbst und seiner Lebenspartnerin.

Und so begegnen sich die Vogelgesänge, die rauschenden Baumwipfel und der Wind, den er ja nicht sehen kann.

Und dieses Fühlen von dem Unsichtbaren ist es, was die Gläubigkeit in ihm auslösen muß, daß in der Kunst des Lebens die Einigung möglich ist, die Botschaften längst versendet wurden.

Bleibt in den Exponaten die fragmentierte, obligatorische Mannigfaltigkeit der Extreme, nicht nur ständig verborgen, sondern in dem Mitteilungsbedürfnis entsteht die Mitteilung, und so entstehen auch Botschaften und so entsteht Kunst im ganz gewöhnlichen Raum der Absichtslosigkeit. Manchmal fehlt es an Nichts, es ist einfach alles da.

Nur die kleinen Geschenkpakete der Überraschung sind zum Glück noch nicht alle geöffnet, und dieses Öffnen der Umverpackung, dieses Überrascht sein, in Aussicht gestellt, macht dann den Unterschied in der Lebensqualität aus.

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** Zulimonischer -- *Berlershaut, sein philosophisches Textbuch Zulimon. * *